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Clever Investieren

Geld anlegen. Aktien, Fonds und ETF für absolute Einsteiger

Geldanlage ist ein zentraler Baustein deiner finanziellen Freiheit. Oder besser gesagt: Die Dividenden aus deinem investierten Geld sind der zentrale Baustein. Was sind eigentlich Dividenden? Wie funktioniert Investieren an der Börse? Welche Möglichkeiten für Anfänger gibt es?

Die monatlichen Einkünfte aus Dividenden sind das passive Einkommen das dir die finanzielle Unabhängigkeit bringt. Darum setzen wir uns jetzt mit Aktien, Fonds, ETFs, REITs und anderen Anlageformen auseinander und starten mit dem Investieren an der Börse.

Für viele Leute wirkt die Börse und Investieren in Wertpapiere zuerst einschüchternd. Mit diesem einfachen Tutorial kann man sich Schritt für Schritt in die Materie einlesen und die ersten Investments tätigen ohne sein Geld zu riskieren. Lies weiter und vermeide die größten Investmentfehler die man als Investmentanfänger machen kann.

Das musst du wissen! Aktien, Fonds, ETF, REIT. Der Crashkurs.

Was ist eigentlich eine Aktie oder ein Fonds? Was bedeuten die Abkürzungen ETF, REIT, TIR, … Beim Einstieg in die Investmentwelt wirst du schnell vielen Fachbegriffen begegnen. Die wichtigsten sollte man kennen und verstehen …

Aktie & Börse

Eine Aktie ist ein Unternehmensanteil. Man investiert also in ein Unternehmen und bekommt dafür bestimmte Rechte. Es gibt Aktien mit Stimmrecht und ohne, oder Aktien die regelmäßig das Recht auf eine Dividende beinhalten. Aktien waren früher ein Stück Papier. Heute sind Aktien einfach ein digitaler Eintrag in deinem Depot.

Ein Anteil an einem Unternehmen (Aktie) hat einen bestimmten Wert der den Wert des Unternehmens widerspiegeln sollte. Der Aktienwert einer Aktie die an der Börse gehandelt wird, entsteht durch Angebot und Nachfrage. Wenn viele Leute eine Aktie kaufen wollen, dann steigt der Preis der Aktie. Im Gegenzug, wenn viele Leute eine Aktie verkaufen wollen, dann fällt der Preis einer Aktie. Den Preis einer Aktie nennt man auch Börsenkurs, Aktienkurs oder Kurs. Genau genommen ist der Aktienkurs der letzte gehandelte Preis einer Aktie. Die Schwankungen sind nicht vorhersehbar und deshalb sind Aktien ein eher risikoreiches Investment.

Aktien können an einer Börse gehandelt werden, müssen aber nicht. Um an einer Börse zugelassen zu werden, müssen hohe Auflagen erfüllt werden. Der Handel an der Börse ist nur zu bestimmten Zeiten möglich, Börsenhandelszeiten. Die Handelszeit der Börse Frankfurt ist beispielsweise täglich von 8:00 bis 20:00 Uhr. In der Zeit kann man dann Aktien kaufen und verkaufen.

Eine Börse ist also eine Art Marktplatz für Aktien. An unterschiedlichen Börsen kann die gleiche Aktie gehandelt werden, auch international. Eine Aktie kann also in Wien gekauft und in München verkauft werden. Die Kurse der Aktien können an den Börsen unterschiedlich sein, der Unterschied ist aber nie hoch und kommt meistens nur dadurch zustande das gerade eine Aktie bei einem Standort gekauft wurde und beim anderen noch nicht und dadurch der vorherige Kurse angezeigt wird.

Jede Aktie hat eine eindeutige Identifikationsnummer mit der man die Aktie einfach finden kann. Es gibt zwei unterschiedliche ID Systeme. Die WKN (Wertpapierkennnummer) und ISIN (International Securities Identification Number). Die WKN wird im deutschsprachigen Raum oft verwendet, die ISIN eher international. Es macht aber keinen Unterschied, mit beiden Nummern findet man eine Aktie schnell und verlässlich.

AktieISINWKN
McDonaldsUS5801351017856958
Coca ColaUS1912161007850663
TeslaUS88160R1014A1CX3T

Der Aktienhandel wird Online über eine spezielle Software (bzw. Website) durchgeführt, genannt Depot …

Depot & Broker

Auch Wertpapierdepot oder Aktiendepot. Das Depot ist der Ort wo deine Aktien lagern und wo du Wertpapierkäufe und -verkäufe durchführen kannst.

Aktiendepots werden entweder bei Banken eröffnet oder bei Online Brokern (die oft zu Banken gehören). Das Eröffnen eines Aktiendepots geht mittlerweile Online, ohne das du zu deiner Filiale gehen musst. Banken die keine, oder wenige, Filialen betreiben nennt man auch Direktbanken.

Ein Online-Depot funktioniert ziemlich ähnlich wie das Online-Banking deines Girokontos. Du kannst Geld hin überweisen und dann Online Käufe und Verkäufe durchführen mittels Tan-Verfahren (mTan oder mittels Authentication-App).

Die führenden Online-Broker im deutschsprachigen Raum sind flatex und onvista. Direktbanken mit günstigen Aktiendepots sind beispielsweise ING, Comdirekt oder die Dadat Bank.

Dividende

Regelmäßige Ausschüttungen von Unternehmen nennt man Dividende. Das Unternehmen von dem du Aktien hast, kann einen Teil des Gewinns an dich abgeben, muss es aber nicht. Dividenden-Aktien eignen sich hervorragend als passives Einkommen. Aktien ohne Dividende muss man irgendwann wieder mit Gewinn verkaufen um eine Rendite zu bekommen.

Unternehmen die über viele Jahre hinweg immer eine Dividende gezahlt und erhöht haben bezeichnet man als Dividenden-Aristokraten. Dazu gehört Coca Cola, McDonalds oder AT&T.

Fonds und ETF

Mehrere Aktien gebündelt zu einem Investmentprodukt wird Aktienfonds genannt. Ein Fonds kann auch andere Anlageprodukte als Aktien enthalten, zum Beispiel Anleihen, dann nennt man ihn einen Investmentfonds oder Wertpapierfonds.

Ein Fonds wird verwaltet durch den Fondsmanager der entscheidet welche Aktien in welchem Ausmaß im Fonds enthalten sind. Man nennt das einen „aktiv gemanagten Fonds“. Fonds haben oft Investmentschwerpunkte wie: Aktien aus einer bestimmten Branche oder einem Land.

Fonds die einen Aktienindex (S&P 500, DAX, …) nachbilden und an der Börse gehandelt werden heißen Indexfonds (Exchange Tranded Funds – ETF). Ein Aktienindex gibt eine Übersicht über Unternehmen eines Teilmarktes, zum Beispiel eine Branche, ein Land. Der DAX ist beispielsweise eine Kennzahl die die wichtigsten Aktien in Deutschland 🇩🇪 als Zahl greifbar macht. Um in den DAX zu investieren kann man einen ETF auf den DAX kaufen.

Ein ETF wird passiv gemanagt, weil er sich automatisch nach dem zugrundeliegenden Index richtet. Dadurch entstehen weniger Kosten für den Käufer weil man quasi keinen Fondsmanager braucht.

„Ein kostengünstiger Indexfonds ist das sinnvollste Aktieninvestment für die große Mehrheit der Anleger. Mein Mentor, Ben Graham, vertrat diese Position vor vielen Jahren und alles, was ich seitdem gesehen habe, hat mich von dieser Wahrheit überzeugt.“

WARREN BUFFET

REIT

Ein REIT (Real Estate Investment Trust) ist eine spezielle Aktie eines Unternehmens das in Immobilien investiert. REITs unterliegen speziellen Regeln damit sichergestellt ist das es sich bei der Anlage wirklich um Immobilien handelt. Außerdem müssen REITs regelmäßig die erwirtschafteten Gewinne aus den Immobilien an die Investoren ausschütten. REITs kann man wie Aktien oder Fonds einfach Online handeln.

Wie Depot eröffnen? Was kostet es?

Eine wichtige Säule deiner finanziellen Freiheit ist das clevere Investieren. Man kann in viele Dinge investieren, unter anderem in REITs, ETFs, Rohstoffe (als ETC) oder Aktien. Um in diese Finanzprodukte zu investieren benötigt man ein sogenanntes Depot. Aber was ist eigentlich ein Depot? Wie bekommt man eines? Und was kostet es?

Eröffnung des Depots

Ein Depot ist eine Art Konto auf dem deine Wertpapiere gelagert werden. Es funktioniert ähnlich wie ein normales Girokonto das du bei deiner Bank eröffnest. Die Eröffnung eines Depots funktioniert ebenfalls problemlos und einfach. Entweder deine Bank bietet Wertpapier-Depots als Produkt an, dann brauchst du dich nur an deinen Bankberater wenden und er wird alles in die Wege leiten.

Als Alternative kannst du bei sogenannten Direktbanken ein Depot eröffnen ohne das du dort dein Gehaltskonto oder andere Produkte haben mußt. Eine Direktbank ist eine Bank ohne Filialnetz bei der du alles Online oder per Telefon erledigen kannst. Die Eröffnung des Depots ist relativ einfach. Ein Online-Formular ausfüllen und ausgedruckt und unterschrieben an das Kreditinstitut senden. Alternativ kann man sich die Unterlagen auch zusenden lassen und dann unterschrieben zurückschicken.

Die Bank benötigt einen Identitätsnachweis von dir. Dieser kann mittels Postident erbracht werden. Beim Postident oder Ident.Brief wird dir ein Einschreiben geschickt das du nur persönlich und mit Ausweis bei der Post abholen kannst. Dort wirst du dann identifiziert und somit weiß die Bank auch sicher wer du bist.

Neuerdings bieten Banken auch eine Identifizierung mittels App oder Video an. Dabei wird ein Video-Call mit einem Bankangestellten durchgeführt, bei diesem Gespräch musst du dann einige persönliche Daten aus deinem ausgefüllten Vertrag wissen und deinen Ausweis in die Kamera halten.

Depoteröffnung bei der dadat Bank

Funktionen

Du kannst dir dein Depot wie dein Online-Banking vorstellen. Du bekommst Zugangsdaten und kannst dich damit bei einer Website anmelden. Dort findest du dann eine Übersicht aller deiner Aktien oder anderer Finanzprodukte. Du kannst mittels (Mobil)-Tan-Verfahren neue Aktien, ETFs, REITs kaufen. Der Ablauf ist dabei ziemlich ähnlich wie bei Überweisungen im Online-Banking. Der einzige Unterschied ist, dass du zuerst das richtige Produkt finden und auswählen musst. Dazu steht dir eine Suche zur Verfügung wo du nach Börsenkennzeichen oder einfach nach Firmennamen suchen kannst.

Ein Depot ist also wirklich sehr ähnlich zu einem Konto. Zusätzlich zu deinem Depot bekommst du normalerweise ein Verrechnungskonto. Das Verrechnungskonto ist eine Zwischenstation zwischen deinem Gehaltskonto und deinem Depot. Das macht vor allem dann Sinn wenn du dein Gehaltskonto bei einer anderen Bank hast. Dein Verrechnungskonto hat eine IBAN und du kannst einfach Geld mittels Onlinebanking hin-überweisen. Wenn du dann eine Aktie für dein Depot kaufen möchtest wird der Kaufpreis vom Verrechnungskonto abgezogen. Etwaige Zinsen, Dividenden oder sonstige Ausschüttungen aus deinem Depotbestand, kommen auch auf dein Verrechnungskonto und können entweder wieder Reinvestiert werden oder auf ein anderes Konto überwiesen werden. Dein Verrechnungskonto hat keine Bankomatkarte, man kann es also nicht als normales Konto verwenden.

Flatex App Screenshot

Kosten

Heutzutage sollten für ein Depot keine Kontoführungsgebühr und keine Gebühren für die Eröffnung des Depots mehr anfallen. Normalerweise werden nur die einzelnen Transaktionen, also deine Einkäufe mit Gebühren belegt.

Die Höhe der Gebühren pro Transaktion sind stark unterschiedlich. Viele Online Broker bieten Flatrate-Transaktionen an, dabei zahlt man dann pro Kauf zwischen 2-5 EUR Gebühr. Manchmal muss man allerdings auch Gebühren abhängig von der Kaufsumme bezahlen weil genau dieses Produkt oder der Handelsplatz (Börse) nicht von der Flatrate gedeckt sind. In diesem Fall können es auch mal 20 EUR Gebühr sein.

Sparplan & Cost Average Effekt

Der Durchschnittskosteneffekt beschreibt eine Situation die man beim regelmäßigen Anlegen von gleichbleibenden Beträgen beobachten kann.

Zum Beispiel bei einem ETF-Sparplan bei dem man monatlich einen fixen Betrag in einen ETF investiert wird man in manchen Monaten eher günstig und in manchen Monaten eher teurer einkaufen, je nachdem ob der Kurs des ETFs gerade steigt oder fällt. In einem Monat mit niedrigem Kurs erhält man also eine höhere Anzahl an Anteilen als in einem Monat wo der ETF-Kurs hoch ist.

Wenn der Kurs schwankt sind die jeweiligen Käufe auf mehrere Monate also im Durchschnitt günstiger als wenn man alles auf einmal kauft. Ganz besonders gravierend wird dieser Effekt bei sehr volatilen (schwankenden) Märkten und über einen langen Zeitraum. Man spricht auch von einem „glätten“ der Kosten für den Ankauf von Anteilen.

Der Cost Average Effekt hat auch eine positive psychologische Wirkung. Normalerweise kaufen unbedarfte Anleger immer genau zum falschen Zeitpunkt, wenn aber die Zeitpunkte und Höhe der Einlage fixiert sind dann werden diese falschen Entscheidungen ausgeschlossen. Man hat außerdem auch immer ein gutes Gefühl auch wenn die Kurse mal sinken, denn bei sinkenden Kursen kauft man besonders billig ein.

Hier ein Rechenbeispiel für den Cost Average Effect:

MonatEinlageKursAnteile
150105
250510
350252
450105
550510
650252
750510
850105
950252
1050105
1150510
1250105
60071

In diesem Beispiel hat man also über ein Jahr hinweg 600,- investiert. Am Ende des Jahres steht der Kurs bei EUR 10,- pro Anteil und damit haben die Anteile einen Gesamtwert von EUR 710,-. Im Vergleich dazu hätte man bei einer Einmalinvestition am Jahresanfang für EUR 600,- und einen Kurs von EUR 10,- nur 60 Anteile erhalten die am Ende wieder EUR 600,- Wert wären.

Natürlich lassen sich auch Beispiele finden wo sich kein Cost Average Effect zeigt. Wenn die Kurse immer nur steigen wird man bei der Einmalanlage besser fahren als mit dem Sparplan. Aber es ist unwahrscheinlich das Kurse immer nur steigen und die meisten Menschen stehen nicht vor der Situation das sie entscheiden müssen ob sie sofort alles investieren oder die Investition aufteilen.

Der Cost Average Effect ist meisten einfach ein zusätzlicher Vorteil eines Sparplans den man sowieso abschließen wollte weil man regelmäßig ansparen will.

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Ein Depot zu eröffnen ist wirklich einfach, es kostet nichts und die Eröffnung ist nich mit Risiken verbunden. Probier es einfach mal aus und mach ein erstes kleines Investment um zu lernen.

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